Laut aktueller Raumordnungsprognose des Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBSR), vorgestellt von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, wird die Bevölkerungsanzahl in Deutschland bis 2030 um rund drei Prozent zurückgehen. Lebten 2010 noch knapp 81 Millionen Menschen in Deutschland, soll die Bundesrepublik zwanzig Jahre später lediglich noch gut 79 Millionen Menschen zählen. Den Grund für diesen Rückgang sieht die Prognose, für die 403 Kreise und kreisfreie Städte in Deutschland befragt wurden, im demografischen Wandel bzw. in den niedrigen Geburtenraten. Zudem werden die Deutschen immer älter: Liegt das Durchschnittsalter der Deutschen aktuell bei 43 Jahren, soll es bis 2030 auf über 47 Jahre steigen.

Aktuelle Studien belegen, dass eine erhöhte Lebenserwartung, u.a. durch eine verbesserte Gesundheitsvorsorge, einen Anstieg der älteren Bevölkerung zur Folge hat. Bis 2030 wird es durch die steigende Anzahl der Pflegebedürftigen einen erhöhten Bedarf an Pflegeinrichtungen mit zusätzlichen 400.000 Pflegeplätzen geben.

Obwohl in Deutschland die Bevölkerung – insbesondere in ländlichen Umgebungen – auch zukünftig auffällig zurückgehen wird, fehlen laut aktueller Wohnungsmarktprognose des BBSR deutschlandweit dennoch 230.000 neue Wohnungen bis 2030.

Der Grund: Die Nachfrage nach Singlewohnungen und demografische Auswirkungen speziell in Großstädten halten weiter an. Um diesen Baubedarf stemmen zu können, hofft der Staat auch auf Hilfe der Bauwirtschaft. Schon vor einem Jahr wurde daher ein Bündnis mit der Bauwirtschaft geschlossen. Ziel war und ist es, bezahlbaren Wohnraum in Ballungszentren zu schaffen.

 

Wohnen in Stadecken

(Neubauprojekt KfW55 mit 8 Wohneinheiten)

WEITERE INFORMATIONEN