Wer eine Wohnung kauft, steht selbst in den Großstädten auf Dauer finanziell besser da als ein Mieter. Das besagt eine aktuelle Studie. Eine wichtige Zusatzbelastung wird dabei jedoch ausgeblendet.

Mieten oder Kaufen? Mit dieser Frage schlagen sich viele Bürger seit Jahren herum. Zuletzt erschien die Antwort recht einfach – zumindest in Ballungsgebieten: Angesichts der kräftigen Steigerung der Preise für Häuser und Eigentumswohnungen ging die Rechnung trotz niedriger Kreditzinsen für viele nicht mehr auf. Die monatliche Belastung für Zins und Tilgung übersteigen jedes normale Budget. Sie beantworteten die Frage deshalb für sich zunehmend mit Mieten.

 

Gegen diese weit verbreitete Sicht macht die Immobilienwirtschaft regelmäßig Stimmung, in diesem Fall der Wohnungsprivatisierer Accentro. Das Unternehmen, das vor allem in Berlin Käufer für Wohnungen sucht, beauftragte die Immobilienexperten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln mit einer Studie. Das Ergebnis widerspricht auf den ersten Blick tatsächlich der gängigen Meinung, dass Eigentum heutzutage in vielen Fällen bereits zu teuer geworden sei. „Bei einer gesamtdeutschen Betrachtung ist der Erwerb von Wohneigentum durchschnittlich rund 41 Prozent günstiger als Mieten“, sagte Studienautor Michael Voigtländer bei der Präsentation der Ergebnisse.

29.11.2016 | www.welt.de | Michael Fabriciu, Karsten Seibel | 

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